Das A ...

                                                                                                                                                                  ... oder wie alles begann

 

Am Anfang stand das A - meine Schwester Anna.

 

Der Plot von Stonebound basiert auf einer gemeinsamen Idee der Hoyos-Schwestern - von Anna und Thordis.

 

 

Was uns Schwestern neben der Blutsverwandtschaft ganz besonders verbindet, ist die Liebe zu Fantasy-Storys. Aus diesem Grund versuchten wir uns an solch einer – anfangs noch ahnungslos, wohin der Weg führt, und selbst mitgerissen von der eigendynamischen Explosion der Geschichte.

 

Und so hat alles angefangen ...

 

Vielleicht hatte der Bourbon Schuld. Vielleicht auch nicht.

 

Ganz bestimmt aber unsere Leidenschaft für Vampire, schöne Männer, wilde Obsession und magische Liebe, die alles verzehrt. Möglicherweise ist ein gewisser Anteil an Stonebounds Entstehung auch einem Übermaß an Kaffee und Zucker zuzuschreiben, an durchgemachten Nächten mit verrückten Freunden und dem Hang meilenweit über die Realität hinauszuträumen. Nachdem wir bisher aber immer nur von außen in all die fantastischen Geschichten hineingezogen wurden und teilweise von ihnen besessen waren wie durchgeknallte Hühner, hat sich irgendwann etwas verändert. Eine Idee entstand – und zwar in Annas Kopf.

 

Im November 2012 hat sie den entscheidenden Anstoß gegeben, einen eigenen Fantasy-Roman zu schreiben. Eines Abends machte Anna also den Vorschlag, ein eigenes Buch zu verfassen. Eine Geschichte, deren Gang wir selbst bestimmen konnten. Zu diesem Zeitpunkt war der Plan noch reichlich vage. Fantasy sollte es sein, Liebe und Spannung enthalten. Mit magischen Steinen sollte es zu tun haben, und ich sollte die Geschichte niederschreiben.

 

Ehrlich gestanden war ich anfangs nicht besonders begeistert davon. Denn ich war mir wirklich nicht sicher, ob meine Fertigkeiten im Schreiben dazu ausreichen würden. Aber Anna blieb hartnäckig. Und all unsere Gespräche haben meinen Geist wohl gefangen genommen. Eines Morgens bin ich aus einem Traum aufgewacht – klassisch, ich weiß - und ich habe genau das aufgeschrieben, was ich in diesem Augenblick empfunden habe. Mit einem Kugelschreiber, auf einem Ringblock. Daraus ist der Prolog entstanden, und dann gab es kein Zurück mehr – die Geschichte wollte raus, mit voller Wucht.

 

Damals machte ich mir keine weiteren Gedanken. Ich wollte es einfach probieren. Ein gemeinsames Projekt mit meiner Schwester. Fühlte sich nach einer guten Sache an.

 

Es galt Namen für die Figuren zu finden, die sich in unseren Köpfen geformt hatten. Sobald die Protas erst mal zum Leben erweckt waren, hat sich die gesamte Story jedoch quasi verselbständigt. Da waren wir nun: in der Welt von Elba, Aris und Tristan, weit weg, fernab der Realität, in unserem fiktiven Dörfchen LEBSTEIN.

 

Nach jeweils 30 Seiten hat Anna das Geschriebene gelesen, wir haben uns getroffen und weiter intensives Brainstorming betrieben. Nächtelang. Wein getrunken (Bourbon natürlich auch, Tristan hätte nichts anderes gestattet), an den Handlungsabläufen gefeilt und alles in einem kleinen Notizbuch festgehalten.

 

Ich habe weitergeschrieben – am Computer mittlerweile -, die Charaktere gaben den Verlauf der Geschichte vor und wenn sie gar zu übermütig wurden, haben wir uns wieder getroffen: einmal die Woche, Brainstorming, Handlungsverlauf, Wein, Bourbon.

 

So ging es zehn spannende Monate lang. Und auch wenn mir Elba, Aris, Tristan, Área, Duris und Christian deutlich sagten, dass ihre Geschichte noch nicht zu Ende wäre, haben wir an diesem Punkt Band 1 fertiggestellt.

 

Geschafft, habe ich gedacht. Und mich unfassbar getäuscht. Denn zu diesem Zeitpunkt haben wir mal ausprobiert, ob die Geschichte überhaupt lesbar ist, auch bei anderen ankommt. Und so baten wir - der Zielgruppe entsprechend - einige junge Mädchen, das Manuskript zu lesen. Die Rückmeldung war erstaunlich, überwältigend. Die Tipps und Ratschläge der Testleserinnen haben wir nochmals eingearbeitet.

 

Gut, dachten wir. Falsch gedacht! Denn die Geschichte gefiel uns zwar, aber es galt weiter zu verbessern und zu überarbeiten. Ein Lektorat musste her! Ein Profi ans Werk. Denn mit ein bisschen gut, kann man sich nicht zufriedengeben.

 

Nach unzähligen Überarbeitungsdurchgängen haben wir uns also 2014 entschlossen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

 

Gleichzeitig haben wir unsere Ideen für die Fortsetzung festgehalten – in bereits bewährtem Notizbuch. Mit weniger Wein diesmal. Mit noch mehr Feuer dafür.

 

Und dann galt es natürlich Selfpublishing erkunden: Welche Aufgaben stehen an, wenn man Autor, Verleger, Herausgeber in einer Person ist? Dies lässt sich im Wesentlichen auf einen gemeinsamen Nenner reduzieren: Man schlägt sich die Nächte um die Ohren für etwas, das man liebt und lebt.

 

 

Ende in Sicht? Nicht wirklich!

Die Reise ist nicht zu ende, die Charaktere wollen weiter, in wilder Fahrt.

 

Crazy ride, part 2!